Durch das einsame Hasselbachtal im Nordsolling

Eine landschaflich herausragende Tour durch das Hasselbachtal, den Mecklenbruch und das Hellental.  Konditionell durchaus anspruchsvoll führt die Strecke durch den einsamen Nordsolling aber auch durch die touristisch gut erschlossenen Ecken um Silberborn und Hellental.

Wir starten ausnahmsweise nicht am Ferienhaus am Solling, sondern fahren zunächst bis nach Hellental. Man könnte auch direkt am Ferienhaus starten, wie in der Tour „Auf den Spuren von Hermann Löns“ beschrieben.

Von Hellental aus fahren wir zunächst im Ort steil den Berg hinauf. Ohne Frage etwas anstrengend geht es aber ab Beginn des Waldes relativ gleichmäßig weiter bis Schießhaus. Hier wechseln sich Buchen und Fichten ab und der Wald ist licht und offen. Schießhaus ist ein altes Holzfäller- und Försterdorf, das mit wenigen Häusern einsam im Wald liegt. Hier ist die Quelle des Hasselbaches, der direkt unterhalb der Waldmühle beginnt. Die Waldmühle war einst eines der beliebtesten Ausflugsziele im Solling. Auf Grund der einsamen Lage konnte es aber nicht mehr gehalten werden und ist heute Wohnhaus.

Wir fahren nun das Hasselbachtal hinunter. Im Bereich der Quelle ist das Tal offen, nach einigen Kilometer kommen die Eichen näher an den Bach heran und das Tal wird wilder und urtümlicher. Es wird eng und dunkel bis plötzlich Niemanns Villa auftaucht. Die Villa wurde 1908 durch einen Arzt aus Holzminden gebaut und diente als Wochenendhaus. Nach Nutzung als Waldarbeiterwohnung wird sie heute wieder als Ferienhaus verwendet. Durch den ungewöhnlichen Balkon wirkt das Haus wie ein Schwarzwaldhaus.

Niemanns Villa ist der tiefste Punkt der Tour, nun geht es stetig bergauf. Es geht über mehrere Waldwege und wir haben teilweise einen schönen Blick auf Mühlenberg und Holzminden. Ein Stück geht es durch Teufels Küche (der Name des Tals) und bevor wir auf die Bundesstraße B497 treffen, ist links ein Singletrail ausgewiesen, dem wir nun einige hundert Meter folgen, bis wir auf einen Waldweg treffen. Wir folgen dem Waldweg und treffen kurz auf den Kloster Loccum Pilgerweg. Dort, wo der Pilgerweg rechts abbiegt, folgen wir geradeaus einem unscheinbaren Singletrail und biegen gleich links Richtung Mecklenbruch ab. Auf einer Wildblumenwiese stehen mehrere Bänke und Holzliegen und der Weg geht dann in den Bohlenweg durch das Mecklenbruch über. Es handelt sich um ein Hochmoor mitten im Solling, dass durch den Bohlenweg gut überquert werden kann. Auf dem Weg sollte man auf Fussgänger achten und entsprechend langsam und rücksichtsvoll fahren.

Am Ende des Bohlenweges fahren wir rechts und nach gut einem Kilometer folgen wir der LLR Ausschilderung auf einen schmalen Singletrail. Am Waldweg geht es weiter rechts für 1,5 km und dann den Singletrail der Solling-Vogler Region folgend in das Hellental hinab. Hier fahren wir einen schönen Feldweg langsam bergab in Richtung des Ortes Hellental. Es ist ein weites Tal, bei dem der Wald mal näher und mal weiter weg liegt. Es ist kein Wunder, dass Hermann Löns mehrere Male das Hellental besucht und es im Buch „Tal der Lieder“ verewigt hat (unabhängig von seiner Gesinnung). Am Ende erreichen wir wieder den Ausgangspunkt unser Tour. Empfehlenswert ist eine Einkehr in den Lönskrug mit idyllischem Biergarten.

Hier kann der gpx-download zur Tour herunter geladen werden.

 

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