Eine Bärlauch Wanderung zur Burgruine Hunnesrück

In  der Umgebung von Dassel gibt es mehrere Bärlauch Wiesen. Die bekannteste liegt am Burgberg oberhalb der ehemaligen Eisenhütte. Sie ist vom Ferienhaus am Solling innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Die schönste Wanderung führt jedoch zur Burgruine Hunnesrück. Hier sind auch die größten Bärlauchfelder auf kalkreichen Boden in mitten von Buchenwäldern. Die Wanderung führt vom Gasthaus zum Kühlen Grund in Hunnesrück den alten Burgweg hinauf zur Burgruine. Schon auf dem Weg dorthin durchqueren wir mehrere Felder, hinter der Ruine liegen jedoch weitere, bei denen man direkt am Wegesrand einige Blätter mitnehmen kann. Die Wanderung führt weiter am Waldrand entlang zurück zum Dorf Hunnesrück.

Wir starten nicht am Ferienhaus sondern fahren zunächst nach Hunnesrück, wo es am Gasthaus zum kühlen Grunde genügend Parkplätze gibt. Hier befindet sich auch das Gestüt Hunnesrück, in dem jährlich ca. 50 Hengste der Hannoveraner aufgezogen werden. Am Gasthaus gehen wir zunächst nach Westen und folgen den Wegweisern zur Burgruine.

Wiese beim Gestüt

Wir gehen am Eselsteich vorbei durch eine alte Eichenallee und biegen dann rechts Richtung Hatop ab. Der Weg führt relativ leicht bergauf und folgt immer dem Talverlauf. Nur gegen Ende wird es etwas steil, um den Kamm der Amtsberge zu erklimmen.

Hier ist das gesamte Tal von Bärlauch zugewachsen, der Bärlauch zieht sich unter lichtem Buchenwald bis zum Kamm hoch. Oben angekommen zeigt ein Wegweiser Richtung „Burg – Kreuz“. Der Weg führt weiter bergauf quer durch die Burgruine.

Blick auf Mackensen

Reste der Burgruine Hunnesrück

Die Burg Hunnesrück war Sitz der Grafen von Dassel. Ob sie von Rainald von Dassel dem Kanzler des Kaisers Friedrich Barbarossa und Erzbischof von Köln erbaut wurde ist unklar. 1310 wurde die Burg vom letzten Grafen von Dassel an den Bischof von Hildesheim verkauft und 1521 in der Hildesheimer Stiftsfehde von den Calenberger Herzögen zerstört.

Es geht immer wieder Stufen hoch und runter. Bei den Wällen handelt es sich kaum noch erkennbar um die alten Burgmauern mit Vorburg und Hauptburg. Rechts hat man durch die Bäume immer wieder schöne Blicke auf Mackensen, Dassel und im Hintergrund den Solling. Am Ende der Burg findet man eine Skizze mit der alten Ausdehnung der Burg, an Hand derer dann auch der Aufbau der Burg mit den einzelnen Wallanlagen deutlich wird.

Mühlrad am Gasthaus zum kühlen Grund

Wenige Meter hinter der Burg findet sich ein altes Sandsteinkreuz aus dem Jahr 1775. Wir gehen am Kreuz vorbei auf einem kleinen Pfad immer wieder durch Felder von Bärlauch, bis wir auf einen breiteren Weg treffen, dem wir links ins Tal folgen. Am Waldrand biegen wir rechts ab auf einem schönen Pfad durch weitere Bärlauchfelder und folgen dann am Ende des Waldes einem Hohlweg, der uns wieder zurück nach Hunnesrück führt.

In Hunnesrück bietet sich ein Besuch des Gasthaus zum kühlen Grund an, in dem auch Gerichte mit Bärlauch angeboten werden. Oder wir haben uns einige wenige Blätter mitgenommen und bereiten zuhause selber etwas mit Bärlauch zu.

Blätterteig Quiche mit Bärlauch und Mozzarella

Bärlauch steht in einigen Bundesländern unter Naturschutz und ist vom Aussterben bedroht. In Niedersachsen ist das nicht der Fall, jedoch sollten die Blätter nur für den Eigenbedarf entnommen werden. Eine Verwechselung mit einigen giftigen Pflanzen mit großer Ähnlichkeit sollte durch den typischen Geruch nach Knoblauch vorgegriffen werden. Wir haben aus den frischen Blättern eine Quiche zubereitet…..

Hier kann der gpx-download zur Tour herunter geladen werden.

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